Rehabegleitende Dienste

Psychologische Beratung und Krisenintervention
Diplom-Psychologen unterstützen Auszubildende und Teilnehmer an berufsvorbereitenden Maßnahmen während ihres Aufenthaltes im Kolping-Berufsbildungswerk auf Wunsch - und nach ärztlicher Notwendigkeit - durch psychologische Beratung und Krisenintervention. Einzelgespräche oder Gruppentreffen können in vielfältigen Situationen hilfreich sein.
Der Psychologische Dienst vermittelt bei Bedarf Kontakte zu Fachärzten oder Kliniken. Jede Beratung erfolgt freiwillig und unterliegt der Schweigepflicht.

Medizinischer Dienst - Gesundheitsvorsorge für unsere Jugendlichen
Eine examinierte Krankenschwester steht unseren Jugendlichen in allen Fragen der Gesundheitsvorsorge zur Seite.
In enger Kooperation mit ortsansässigen Ärzten betreut sie direkt im Kolping-Berufsbildungswerk während ihrer Dienstzeit Auszubildende, die sich krank im Berufsbildungswerk aufhalten.
Sie leistet medizinische Versorgungsmaßnahmen ein und überwacht die Einnahme verschriebener Medikamente. Der medizinische Dienst organisiert notwendige Facharzttermine und Fahrdienste zum Arzt.
- Behandlung und Betreuung der Jugendlichen mit gesundheitlichen Störungen, z.B. Hilfe und Kontrolle bei Medikamenteneinnahme
- Erste Hilfe bei Unfällen
- Hilfe und Unterstützung beim Einholen von Facharztterminen
- Gesundheitsvorsorge

Heilpädagogischer Dienst - Für Jugendliche mit besonderen Problemen
Jugendliche mit besonderen Problemen in Schule, Ausbildung oder Wohnheim werden im Heilpädagogischen Dienst beraten und betreut.
In kleinen Gruppen und im Einzeltraining werden heilpädagogische Übungseinheiten, z.B. zur Entwicklung der Motorik, zur Behebung von Sprachfehlern, zur Konzentration und Entspannung angeboten.
Es erfolgt eine gezielte Förderung bei Lese- und Rechtschreibschwächen und Dyskalkulie.

Rehabilitationssport
Für Auszubildende mit motorischen Schwierigkeiten
Unsere Reha-Sportlehrerin hilft Auszubildenden mit motorischen Schwierigkeiten. Auf ärztliches Anraten oder bei Erkennen des Bedarfs bietet sie neben Rücken-, Knie- und Schulterschule auch Entspannungstechniken, Motoriktraining, Herz-/Kreislauf-Adipositastraining in der Gruppe an.
Bei individuellen Defiziten kann auch einzeln betreut und gefördert werden.
- Testung der BvB Teilnehmer und Auszubildenden auf körperliche Einschränkungen hinsichtlich Kraft, Ausdauer und Motorik
- Individuelle sporttherapeutische Betreuung entsprechend orthopädischer, internistischer und neurologischer Befunde
- wöchentliche Trainingsmaßnahmen in Gruppen und Kleingruppen

Ergotherapie
Der Begriff Ergotherapie stammt aus dem Griechischen und besagt soviel wie:
Gesundung durch Handeln und Arbeiten.
Die Ergotherapie hilft Menschen dabei, eine durch Krankheit, Verletzung oder Behinderung verlorengegangene oder noch nicht vorhandene Handlungsfähigkeit im Alltagsleben (wieder) zu erreichen.
Funktionen und Fähigkeiten eines Menschen können zum Beispiel durch Krankheit verloren gehen oder aufgrund von Entwicklungsstörungen in nicht ausreichendem Maße ausgebildet sein.
Handlungsfähig im Alltagsleben zu sein bedeutet, dass ein Mensch die Aufgaben, die er sich stellt und die ihm durch sein Leben bzw. die Gesellschaft gestellt werden, für sich zufriedenstellend erfüllen kann.
Das Ziel - größtmögliche Selbständigkeit und Unabhängigkeit im Alltags-, Ausbildungs- und Berufsleben - wird mittels verschiedener Schwerpunkte ergotherapeutischer Maßnahmen verfolgt.
Die Ergotherapie hat einen ganzheitlichen Ansatz. Das heißt, dass nicht nur die Bewegungsabläufe des Körpers (= Motorik) geschult werden, sondern das ganze menschliche System einbezogen wird. Es geht also um Bewegung, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und harmonisches Zusammenwirken dieser Einzelaspekte.
Durch diesen ganzheitlichen Ansatz
- können körperliche und seelische Zustände verbessert werden,
- kann der Leidensdruck gesenkt werden,
- kann eine Schmerzlinderung erfolgen.
Die Therapeuten nutzen handwerklichen Techniken als Basis ihrer Arbeit.
Schwerpunkte der ergotherapeutischen Arbeit:
- Förderung von Kommunikations- und Kontaktverhalten
- Steigerung von Konzentration und Ausdauer
- Training räumlicher Orientierung, visueller Wahrnehmung und bildhaftem Gedächtnis
- Entwicklung von Flexibilität und Kreativität
- Normalisierung von Muskeltonus und Körperschema
- Binden psychomotorischer Unruhe
- Herbeiführung von Entspannung
- Vermittlung von raschen Erfolgserlebnissen
- Ablenkung von krankhaften Inhalten
- Entwicklung von Problembewusstsein
- Entdeckung verlorener Selbstanteile
- Findung neuer Lösungsansätze
- Stärkung von Erlebnisreichtum und persönlicher Kompetenz
- Bereicherung von Kontakt- und Integrationsmöglichkeiten
- Eröffnung neuer Ausdrucksmöglichkeiten
Handwerkliche Techniken:
- Applikationen
- Drucktechniken
- Holzarbeiten
- Keramikarbeiten
- Knüpfen
- Malen
- Mosaik/Collagen
- Nähen/Sticken
- Papier/Pappe
- Peddigrohr
- Steinbearbeitung
- Tonarbeiten
- Weben

Casemanagement
Das Casemanagement umfasst die soziale Betreuung vor und während der Ausbildung
Die Mitarbeiterinnen des Casemanagements sind für die umfangreiche Beratung vor und während der Ausbildung oder bei berufsvorbereitendenden Bildungsmaßnahmen zuständig.
Ein professionelles Team von qualifizierten Case Manager /-innen stehen den Rehabilitanden von Beginn der Ausbildung bis zur erfolgreichen Integration auf dem Arbeitsmarkt als Ansprechpartner zur Seite.
Sie überwachen die Entwicklung der jungen Menschen und koordinieren alle Angebote, die helfen können, das Ziel der BVB-Maßnahme oder das Ausbildungsziel oder zu erreichen.
In regelmäßigen Entwicklungsgesprächen wird gemeinsam mit dem Teilnehmer der aktuelle Entwicklungsstand beraten, weitere Teilziele besprochen und vereinbart.
Der Case Manager erfasst den konkreten Förderbedarf der Rehabilitanden, koordiniert und steuert den Zugang zu passenden Hilfen (bspw. Unterstützung bei Behörden-, Vermögens- und Wohnungsangelegenheiten).
Junge Menschen erhalten durch das Case Management differenzierte Hilfestellungen und Vermittlung in die Reha-begleitenden Dienste. (u.a. Stütz- und Förderunterricht, ergo- und sporttherapeutische Angebote, psychologische Betreuung).
Die Case Manager bieten außerdem Hilfe für die Organisation der Familie während der Ausbildung. Auch ehemalige Absolventen finden hier immer ein offenes Ohr.
